Informationen über Wildvögel

Neben einer optimalen Pflege, Unterbringung und Ernährung bemühen wir uns um eine adäquate tiermedizinische Versorgung der Wildvögel.

 

Basis für diese Versorgung ist meine fundierte Ausbildung in Wildvogelmedizin, insbesondere durch eine mehrmonatige zusätzliche Ausbildung in Davis, University of California, nondomestics, sowie eine mittlerweile über 20 jährige Erfahrung auf dem Gebiet.

 

Tiermedizinisch betreut wurden hierbei mittlerweile mehr als 20.000 Wildvögel der unterschiedlichsten Arten, mit vielen sehr verschiedenen Krankheits- und Verletzungsbildern.

 

Ähnlich wie bei den Säugetieren, wo z.B. die Pferdemedizin gänzlich andere Krankheiten mit ebenso anderen Medikamenten behandelt als z.B. die Tiermedizin der Hunde und Katzen, so sind die verschiedenen Gattungen der Vögel nicht nur sehr unterschiedlich in ihren Lebensraum- und Ernährungsgewohnheiten (z.B. Greifvögel, Singvögel, etc.).
Viele Medikamente, welche bei der einen Gattung gut einsetzbar sind, haben bei der anderen toxische Wirkungen...

 

Auch die chirurgische Versorgung sehr ähnlicher Verletzungsbilder, z.B. Flügelfrakturen, erfordern häufig an die Gattung angepasste, unterschiedliche Vorgehensweisen.

 

Unser Ziel besteht grundsätzlich darin die Verletzungen, Infektionen, Vergiftungen bei den Vögeln vollständig auszuheilen und eine Auswilderung der Tiere in ihren angestammten Revieren zu ermöglichen. Dies gelingt uns über die vielen Jahre gesehen in etwa 70 % der Fälle.

 

Ein typischer Patient der Wildvogel-Pflegestation ist z.B. ein Turmfalke, welcher sich aus Unerfahrenheit, aus Schwäche wegen einer anderen Grunderkrankung oder weil er einfach nur Pech hatte, den Flügel (z.B. den Oberarm) gebrochen hat. Der Patient wird nach ausreichender Stabilisierung (Infusionen, Sondenernährung bei abgemagerten Tieren, Medikamente (Schmerzmedikamente, Antibiose) in der chirurgisch versorgt (z.B. durch Marknagelosteosynthese). Nach kurzer Betreuung in der Intensivstation der Klinik gelangt das Tier zur weiteren Behandlung nach Kirchwald in die Wildvogelpflegestation. Dort erfolgen Verbandwechsel, Sondengaben, Anfüttern, Medikamentengaben und nach mehreren Kontrollen in der Klinik (u.a. Nachröntgen) wird das Implantat, der Marknagel entfernt. Auf der Station schließen sich nun unterschiedliche Reha-Maßnahmen an (z.B. aktives Dehnen der betroffenen Schwinge – „Krankengymnastik“) bis der Vogel schließlich, wieder nach Untersuchung in der Klinik, zum Flugtraining in eine der großen Flugvolieren verbracht wird.
Irgendwann kommt dann der große Tag, für den Falken, aber auch für alle im Team – der Patient wird i.d.R. dorthin verbracht und ausgewildert, wo er lt. Finder ursprünglich gelebt hat.

 

Manchmal finden die Patienten, sicherlich unfreiwilligerweise, nach langer Zeit wieder zu uns. Schon einige „Bruchpiloten“ waren zweimal Gast im OP und der Pflegestation...

 

Ähnliche Heilungsverläufe ergeben sich bei den vielen Stacheldrahtverletzungen insbesondere der Greife, oder den unsäglichen Angelhaken in allen Körperteilen einschließlich Hals, Kropf oder Magen bei den Wasservögeln...

 

Oft erleiden die Tiere schwere und schwerste Schädel- Hirnverletzungen durch Gegenflug gegen fahrende Autos, oder Züge, oder auch gegen große Fensterscheiben.

 

Der Mensch, in Unkenntnis oder sicherlich oft auch in Gedankenlosigkeit, ist Verursacher eines Großteils des Leids, welches wir versuchen zu beseitigen. So finden sich beispielhaft gar nicht selten achtlos weggeworfene Kunststofffäden in Singvogelnestern wieder, von den Elterntieren als Polstermaterial verwendet, und strangulieren dort die Beinchen der Nestlinge...

 

Vergiftungen, insbesondere bei den Jungvögeln, bereiten uns von Jahr zu Jahr mehr Kummer und Sorgen. Die Anzahl der betroffenen Tiere steigt, aber auch die Symptomatik der Intoxikationen verschärft sich. Gerade Regionen intensiv geführter Landwirtschaft erweisen sich als „Herde“ dieser Fälle.
Wir bemühen uns darum, neben der tiermedizinischen Betreuung dieser Vergiftungspatienten, den Ursachen nachzugehen ...

 

An dieser Stelle kann nur ein sehr vereinfachter und keineswegs umfassender Überblick über die tiermedizinische Seite der Wildvogelbetreuung gegeben werden.

 

Wir stehen gerne – insbesondere auch den Tierarztkolleginnen und –kollegen – mit Rat und, wenn nötig, mit Tat zur Seite.
Bitte denken Sie daran, es gibt viele Medikamente, die die unterschiedlichen Arten schlecht oder gar nicht vertragen, fast jede Fraktur muss früh fachgerecht versorgt werden, um ein Leben in Freiheit wieder zu ermöglichen. Rufen Sie an, fragen Sie bitte nach...

Wildvogel-Pflegestation Kirchwald eV.

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt gem. Finanzamt Mayen

29/650/0160/8-III/3 v.20.12.2015

Wildvogel Pflegestation Kirchwald
Auf Bachhell 1
56729 Kirchwald
Telefon: 0160-96714064 0160-96714064
Fax:
E-Mail-Adresse:

Sollten Sie uns telefonisch mal nicht erreichen, sind wir gerade mit der Versorgung eines unserer Schützlinge beschäftigt. Haben Sie einen verletzten Wildvogel oder Igel gefunden - bringen Sie ihn uns bitte einfach vorbei.

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Schule zuende und was nun?

Bundesfreiwilligendienst oder FÖJ? Bei uns gibt es viel Interessantes zu lernen über die Probleme unsere gefiederten Freunde und über unsere Igel.

Zwischen 6 Monaten und 1 Jahr können Sie im Rahmen dieser Programme bei uns mitarbeiten.

Bitte beachten Sie, dass das FÖJ ist nur als Jahresverpflichtung also 12 Monate möglich ist. Rufen Sie doch einfach mal an.

Neu:

Die Wildvogel-Pflegestation ist jetzt bei "Stifter-helfen.de" ( z.B. smile-amazon) und bei "gooding" als gemeinnütziger Verein eingetragen. Falls Sie lieber Freund der Vogelstation irgendetwas im Internet bestellen, unterstützten Sie doch dabei unsere Station,das kostet Sie keinen Cent mehr, hilft aber der Station.

 

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